ZM Abholung und Bärteliessen

Zuger und Zürcher Promis mischen das Bärteliessen auf – und unser Fritschivater staunt, schmunzelt und geniesst.

Für einen Zunftmeister ist es einer der wichtigsten Tage im Zunftjahr. Vielleicht der wichtigste. Und ganz sicher der Tag, an dem ihm endgültig dämmert, was es wirklich heisst, Zunftmeister zu sein: ein langer Tag, ein strenges Protokoll – und keine Chance auf Abkürzungen. Los geht’s traditionsgemäss mit dem Winken vom Balkon des Old Swiss House. Danach Umzug Richtung Kapellplatz, begleitet von Salutschüssen der Grenadiere, energischem Dirigieren der Feldmusik und Apéros mit sämtlichen Zunftgruppierungen.

Dann heisst es: weiterverschieben Richtung Wilden Mann. Dort geniesst der ehrenfeste Zunftmeister gemeinsam mit seiner charmanten Fritschimutter die Honorationen der verschiedenen Gruppierungen, Arbeits- und Hobbykollegen – manche davon kürzer, andere… nun ja… historisch wertvoll.

Wieder Salutschüsse, diesmal mit tatkräftiger Unterstützung von Bundesrat Martin Pfister, gefolgt vom obligatorischen Winken vor dem Eingang des Wilden Mannes für die zahlreich erschienenen Schaulustigen.

Ab auf die Kutsche, und los geht’s mit dem ganzen Tross, begleitet von mehreren Guuggenmusigen, Richtung KKL. Der Dauerspruch auf dieser Strecke, laut, flehend und rhythmisch perfekt platziert:

«Ou nei, oje, das esch jo zom Brüele – tüend Sie bitte spüele!»

Im KKL dann: alles wie immer – und trotzdem jedes Mal schön. Ansprachen, Fritschipastete, das klassische Theater von Zünftlern für Zünftler.

Insgesamt ein Highlight nicht nur für den Zunftmeister selbst, sondern auch für die Ehrengäste aus Zug und Zürich, die spätestens jetzt merken: Brauchtum und Tradition schaut man nicht nur – diese wird hier gelebt.